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Mit Umfragen Geld verdienen?

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Zwischen dem 4. und 7. Juni 2009 fand zum siebten Mal die Direktwahl zum Europäischen Parlament statt, an der 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union teilgenommen haben. Europaweit lag die Wahlbeteiligung bei 43,2 % und damit 2,2 % unter dem Wert von 2004.

Die stärkste Zunahme erfuhr die christdemokratisch konservativ ausgerichtete Volkspartei (EVP), die in Deutschland durch die CDU und CSU repräsentiert wird und seit 2004 mit 40 Sitzen im Europäischen Parlament am stärksten vertreten ist. Deutliche Verluste erlitt die Sozialdemokratische Partei Europas (in Deutschland durch die SPD repräsentiert und mit 23 Sitzen beteiligt). Die größte Zunahme hatte die Europäische Grüne Partei (EGP) zu verzeichnen, wo die Grüne Partei Deutschlands seit 2004 mit 13 Sitzen im europäischen Parlament vertreten ist.

Die genauen Prognosen werden dadurch erschwert, dass es noch nicht ganz klar auszumachen ist, welche nationalen Parteien zu welchen Fraktionen gehören. Die genaue Zusammensetzung der Parteifraktionen wird spätesten zum 14. Juli, dem Tag der ersten konstituierenden Sitzung des Europäischen Parlaments, bekannt gegeben.

Auch auf nationaler Ebene haben die Bürger in Deutschland bald wieder die Möglichkeit, den künftigen politischen Kurs mitzubestimmen und zwar bei der kommenden Bundestagswahl am 27. September 2009. Nach den Ergebnissen der von der Meinungsforschung durchgeführten Umfragen liegt die CDU, die bei den vorigen Wahlen 27, 8 % der Stimmen bekam, zusammen mit der CSU an der Spitze der Erwartungsskala. Auf dem zweiten Platz befindet sich die SPD, welche 2005 mit 34,2 % den größten Anteil der Wählerstimmen zu verzeichnen hatte. Die FDP, bisher mit 9,8 % die drittstärkste Partei, ist nach den Meinungsumfragen weiterhin auf dem dritten Platz, dicht gefolgt von den Grünen. Die Prozentzahl der Wahlbeteiligten bei den vorigen Wahlen lag bei 77,7.

Seit neuester Zeit setzen sich die Onlineumfragen im Internet immer mehr als eine Alternative zu den „klassischen“ Telefonumfragen durch. Dies gilt nicht nur für Meinungsumfragen bezüglich politischer Themen. Auf diese Weise wurden bereits zuverlässige Aussagen in den Wahlprognosen gemacht, auch wenn die neue Methode noch einige Schwächen im System hat.

So nutzen z.B. etwa 66 % der Deutschen das Internet, wobei alters- und bildungsspezifische Unterschiede im Umgang damit vorhanden sind. Es sind also vor allem die kleineren Parteien, die von den Meinungsumfragen im Internet profitieren.
Die Vorteile der Onlineumfragen liegen zum großen Teil in ihrer Anonymität. Die Teilnehmer können selbst entscheiden, wann sie an der Umfrage teilnehmen und die Antworten fallen aufgrund der Abwesenheit eines Interviewers ehrlicher aus.
Der fehlende Druck während der Internet Umfrage ermöglicht eine bessere Datenqualität, so die Befürworter der Onlineumfragen.
Da die Telefonumfragen wegen der Art der Kontaktierung in der Bevölkerung auf immer weniger Sympathie stoßen, können sich die zum Teil auch bezahlten Meinungsumfragen im Netz in absehbarer Zeit als eine modernere und diskretere Methode durchsetzen.

Hier hat sich sogar eine Umfrageszene entwickelt. Zum Teil nebenbei oder eben als kleine regelmäßige Einkommensmöglichkeit nehmen Menschen aller “Bevölkerungsschichten” an bezahlten Umfragen online teil. Es wird nicht nur Bargeld ausgeschüttet, sondern auch Warengutscheine.

Ein Freund von mir betreibt die Webseite www.umfragen-bezahlt.de dort kann man sich Umfragen aussuchen – sich anmelden und Geld oder Warengutscheine verdienen.

Private Krankenversicherung: Willkommen in der Zweiklassenmedizin

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Krankenkassen Der Termin beim Kardiologen!

Da lag ich schon einen Monat vor den Feiertagen fast jeden Abend auf der Couch herum. Ich lag dort, weil ich fertig war, jedoch raste mein Puls wie nach einem Sprint zur Strassenbahn. Ich hatte einen Plan, einen der nicht besonders intelligent war, aber einer meiner Vorlieben – dem Essen- entsprach. Die letzten Tage bis zum Jahresende wollte ich noch einmal richtig reinhauen.

Enten, Gänse, verschiedene Braten und Fisch, alles wollte ich nochmal maßlos und ohne schlechtes Gewissen selber zubreiten und verspeisen.Und genau das tat ich auch ;)

Doch der immense Puls beunruhigte mich. Zudem bin ich in einem Alter, in welchem man schon mal einen Doktor fragen kann, ob denn noch alles in Ordnung sei.  Warum auch nicht, ich bezahle schließlich Monat für Monat Beiträge an die Krankenkasse. Gedacht, getan – es folgte das stets gleiche Ritual – man fragt im Bekanntenkreis nach einem guten Arzt. Ich bekam auch schnell einen Tip.

Am kommenden Tag nahm ich den Telefonhörer in die Hand und rief in empfohlener Praxis eines Kardiologen an, um einen Termin zu vereinbaren. Ohne dass mich die Schwester fragte, welche Beschwerden ich denn eigentlich hätte oder ob ich eine Überweisung mit einem konkreten Befund (der ja auch kritisch hätte sein können) habe, schlug sie mir mit einer erstaunlichen Selbstverständlichkeit einen Termin vor. Und der lag dreieinhalb Monate in der Zukunft. Da ich mir schon etwas Sorgen machte, warum mir der Puls im Schnitt mit 110 geht, wollte ich wissen, ob eine Möglichkeit besteht, vielleicht schon früher eine Audienz  beim Herrn Doktor zu erhalten. Keinerlei Chance. Es passiert mit nur selten, aber ich war wirklich sprachlos. Ohne einen Termin vereinbart zu haben, verabschiedete ich mich und beendete das Gespräch mit meinem freundlichen Gegenüber.

Das Thema bewegte mich aber weiterhin und hat in mir gearbeitet. Gleich am kommenden Tag führte ich dann ein Experiment durch. Ich ging höchstpersönlich in die Praxis und fragte erneut nach einen Termin. Während meines Vorsprechens bei der Schwester legte ich meine Krankenkassenkarte auf den Tresen. Sie nahm die Karte, warf einen kuren Blick drauf, sah dass ich privat krankenversichert bin und schlug mir vor mich hinzusetzen und sagte: „Der Doktor wird Sie gleich aufrufen!“

Ich war schwer beeindruckt. Ich trieb das Spiel noch ein wenig weiter, wollte sehen zu welchen perfiden Handlungsweisen der Staat die Ärzte zwingt. Ich erwiderte, dass ich jetzt keine Zeit hätte und fragte nach einem anderen Termin. Es schien als gäbe es nichts leichteres als das, denn der vorgeschlagene Termin war für nur ca. 48 Stunden später angesetzt. Kurz zur Erinnerung: als man noch davon ausging, ich sei gesetzlich krankenversichert, lag der frühstmögliche Termin mehr als ein Viertel Jahr in der Zukunft.

In meinen Augen ist das nichts weiter als eine perverse Art der Selektion. Wer offensichtlich über ausreichend finanzielle Mittel verfügt und sich den Luxus einer privaten Krankenversicherung -PKV- leisten kann und das auch tut, der hat das Recht auf bessere medizinische Versorgung und wird definitiv bevorzugt behandelt. Ich rekapitulierte im Nachhinein dann einmal vergangene Arztbesuche. Die Wartezimmer in den Praxen waren immer voll von Menschen, aber mehr als 15 Minuten warten musste ich nie. Auch liessen sich die Doktoren relativ viel Zeit mit mir.

Zweiklassenmedizin in Deutschland?

Nicht dem Arzt mache ich hier Vorwürfe. Ein Arzt ist nach meinem Verständniss ein Unternehmer, der mit Sicherheit 100.ooo, vielleicht auch 200.000 Euro in seine Praxis hinein gesteckt hat. Er hat 3 Krankenschwestern, die jeden Monat pünktlich ihr Gehalt benötigen. Vielleicht hat er noch Rückzahlungen aus seiner Studienzeit zu leisten. Seine Wohnung muss bezahlt werden und sein jüngst geborenes Kind kostet auch viel viel Geld. Selbstverständlich muss der Doktor zusehen, wie  er,  genau wie der Klempner und der IT-Techniker auch,  die Kosten einspielt. Er muss Geld verdienen, ansonsten geht er unter.

Mein Vorwurf gilt dem Staat, denn dieser  -und nur dieser- macht die Bestimmungen und Gesetze. Die Gesetze bilden den Rahmen in dem wir uns bewegen. So auch die Ärzte. Der Gesetzgeber ist der Verursacher der Tatsache, dass ein gesetzlicher Patient weniger Wert ist als ein privat Versicherter.

Was geschieht eigentlich, wenn ein gesetzlich Versicherter von einem Facharzt zu einem anderen überwiesen werden muss. Manchmal tut das Bein weh, die Ursache jedoch liegt im Rücken.  Aus Befragungen im Bekanntenkreis geht klar hervor, dass Laufzeiten von bis zu über einem halben Jahr entstehen können.

Was geschieht bei ernsteren Dingen, die erst einmal nur leicht pieksen, aber doch verheerend sind… Vielleicht ist es in drei Monaten einfach zuspät???

Warum dürfen Politiker ungestraft in der Öffentlichkeit behaupten, dass es keine Zweiklassen Medizin gäbe?

Was denkt ihr, was habt ihr erlebt?

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