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„Eitelkeit, eindeutig meine Lieblingssünde!“

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Katholische Kirche vs. Satire

Zweitausendzwölf Jahre kämpfen sie nun schon um die Weltherrschaft, bereichern sich auf Kosten der Leidenden und unterziehen die starken Individuen der seelischen Zwangskastration. Eigennützliche und schwachsinnige Auslegung falscher Tatsachen, heilige Kreuzzüge gegen alles was mit ihren krankhaften Lehren nicht konform ist, die Verleugnung der Naturgesetze zugunsten einer abstrakten Gottheit…Zweitausendzwölf Jahre globaler Erziehungsarbeit und noch kein Bisschen müde. (mehr …)

Gott braucht keine Kirche – die Kirche braucht Gott

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Gott braucht keine Kirche

Gott braucht keine Kirche

Der derzeit amtierende Papst Benedikt XVI, scheint, für unbefangen denkende Menschen, einer der unterhaltsamsten oder einer der zynischsten zu sein.

Ein Papst der von nichts weiß, zumindest dann, wenn seine absurden Entscheidungen auf Kritik stoßen. Ein Mensch der sich alles erlauben kann und durch nichts und niemanden in die Schranken gewiesen wird. Selbst gebildete Menschen, welche in unserem Land ein hohes Kirchenamt bekleiden, echauffieren sich im Radio (Deutschlandfunk) öffentlich darüber, dass man es wagt am Papst Kritik zu äußern. Für mein Verständnis eine äußerst undemokratische Geste dieses Herren und nahe am christlichen Fundamentalismus wie wir ihn aus Amerika kennen.

Nun stellte sich dieser Papst-Mensch in Angola vor Hunderttausende bitterarmer Menschen und predigte ihnen, sie sollen sich nicht vom Materialismus tyrannisieren lassen. Hat dieser Mann 20 Minuten vor seinen tollen Worthülsen eigentlich in den Spiegel geschaut?  Allein was er zu dieser Predigt am Leibe trug, entsprach gewiss dem materiellen Wert dessen, was ein kleines afrikanisches Dorf und die in ihm lebenden Menschen für 3 Monate hätte verpflegen können. Ich möchte zwar nicht, dass der Papst durch die Gegend läuft, wie Gott ihn schuf, aber allein das Gerümpel, welches in den Kirchen dieser Welt umhersteht, würde sicherlich zur Lösung vieler Probleme genügen. Die gesamte dritte Welt könnte sich gegen alle möglichen Krankheiten impfen lassen. Die Kirche könnte die gesamte Weltbevölkerung jahrelang mit kostenlosen Kondomen eindecken und somit hunderttausende Menschen vor der Ansteckung mit einer immer tödlich verlaufenden Krankheit bewahren. Ach, Moment, ich vergaß: das möchte der Herr Papst ja aus unbekannten Gründen nicht.

Der Papst setzt sich aktiv gegen die Benutzung von Kondomen ein, vor allem in Gebieten größter Armut, der größten Ausbreitung von AIDS und predigt es Leuten, bei denen er leichtes Spiel hat – bei jenen die nur äußerst schwierigen Zugang zu Bildung haben. Wenn sein Job nicht “Papst” wäre, würde man wahrscheinlich am Verstand dieses Mannes zweifeln oder ihn wegen Beihilfe zum Todschlag an ganzen Bevölkerungsgruppen belangen. Alle Erklärungsversuche seitens der Kirche, warum sie sich aktiv an einer großflächigen Ausbreitung der tödlichen Krankheit beteiligen, können mit gesundem Verstand nur scheitern. Es kann keinen rationalen Grund dafür geben, dass es möglich und auch erlaubt ist, gemäß der so humanen und Gutmenschenbehafteten christlichen Wertevorstellungen, die Benutzung von Kondomen zu untersagen.

Desweiteren sei an dieser Stelle an die päpstliche Rehabilitierung des traditionalistischen Bischofs und Holocaust-Leugners Richard Williamson erinnert. Seltsamerweise ist dieser peinliche Vorfall eines deutschen Papstes schon nach relativ kurzer Zeit nahezu aus den Medien verschwunden. Unfassbarer Weise stritt die Politik ernsthaft darüber, ob man das öffentlich kritisieren dürfe. Undenkbar was geschehen wäre, wenn sich eine beliebig andere Person einen solchen “Scherz” erlaubt hätte.

Vielleicht ist mein Blick etwas getrübt. Aber es gibt Momente in denen ich Züge des christlichen Fundamentalismus, welchen man in den letzten Jahren vermehrt in Amerika beobachten kann, nun auch in unseren Breitengraden sehe.

Es gibt abgenehme „Gegenströmungen“ zum christlichen Marketing-Engagement, welches an vielen Stellen wie selbstverständlich ihre Botschaften an alle Möglichen Stellen kund tut. Erstaunlicherweise kommt die „Buskampagne“ nicht so recht vorwärts. Angefragte Unternehmen und städtische Betriebe haben ganz offensichtlich Angst vor der Kirche oder deren Anhänger. Aus meiner Sicht kann es keinen anderen Grund gegen eine solche Werbekampagne geben. Die geplanten Sprüche sind weder anzüglich, diffamierend noch provokativ. Sie spiegeln lediglich die Meinung von Menschen wieder, die keinen Gott in ihrer Vorstellung von Leben und Exiszenz benötigen oder als gegeben sehen.

“Buskampagne” versucht einen nur gerechten Gegenpol zu den vielerorts und teilweise großflächigen Plakaten zu bilden, die verkünden, dass alles gut ist, weil es Gott gibt.

Ich sehe deutliche Zeichen eines aufkeimenden christlichen Fundamentalismus in Deutschland. Vielleicht sind wir in einigen Jahren auf amerikanischem Niveau und rechtfertigen jeden Unsinn mit Religion.

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