Einer der grossen Internet-Hypes, von denen uns ja schon viele begegnet sind, nennt sich social networks. Es gibt kaum jemanden, der heute nicht mindestens ein Profil in einem dieser networks hat.

Die Masse der Nutzer besitzt jedoch nicht nur einen einzigen Account. Nein, man ist in vielen „sozialen Netzwerken“ zuhause.
myspace, facebook, studyvz und all die anderen, für das persönliche Wohlbefinden und mitteilungsbedürftige Wesen, erfundenen Medien. Bestenfalls hat man in den verschiedenen social networks zu 60% die gleichen Freunde geaddet. Man darf ja um Himmels Willen nichts verpassen.

Zuerst ist alles ganz aufregend. Man lernt Menschen auf dem ganzen Planeten kennen, die sich auf den jeweiligen Plattformen absurderweise „Freunde“ nennen. Man ist Teil einer gigantischen, bunten und verWebZwoNullten one-world. Man ändert mindestens alle paar Tage seinen Stimmungs-Status. Es soll ja bitteschön jeder wissen wie es einem denn so geht. Man verteilt kisses, hugs und greetings hin und her. Wichtige Nachrichten, wie „miss you“ oder „nice to kenn you“, umkreisen den Erdball und lassen die Menschen zusammenwachsen. Ach wie schön…

Alle schreien nach Anonymität und Datenschutz. Aber oftmals sind es Menschen mit eben diesen Forderungen, die selbst unbedacht private Bilder hochladen, ihr Privatleben outen und Dinge erzählen, die sie vielleicht so nicht einmal ihren wirklichen und realen Freunden mitteilen würden. Absurdistan lebt!

Nun gibt es seit einiger Zeit Menschen, die sich offensichtlich massiv entnervt zeigen auf  „Freundschaftsanfragen“ und die massenweise empfangenen Mails von irgendwelchen Leuten die einen einzigen Satz als Kommunikation bezeichnen. Inhaltslose und sinnbefreite Nachrichten nur um „im Kontakt (zu) bleiben“. Dies ist auch ein Resultat aus der Tatsache, dass zum Beispiel myspace massiv von Bands genutzt wird. Da kommen tonnenweise nervende Einladungen, Newsletter mit Kaufaufforderungen und dergleichen in den virtuellen Postkasten geflattert. Zudem ist gerade myspace eine programmiertechnische Dauerbaustelle mit hunderten von Fehlern. Schaut mal in das Support-Forum! Mittlerweile dürfte auch fast jedem bekannt sein, dass facebook vom FBI finanziert wird. Was die wohl mit der gigantischen und freiwilligen Bereitstellung von persönlichsten Daten aller Art machen? Äußerst interessant dürfte ebenso sein, wer da so mit wem befreundet ist. Das FBI interessiert sich mit Sicherheit für facebook ,weil eben genau dort Millionen von Menschen einen tiefen Einblick in persönliche Informationen kostenlos und ohne Androhung von einzusetzenden Druckmitteln bieten. Jeder Hobbypsychologe kann sich ein Bild über z.B. einen studyvz Benutzer machen.

Viele reagieren entnervt und kapitulieren. Profile verwaisen, werden gelöscht oder man ist einfach gelangweilt. Übrigens, bei Facebook, ohh Wunder, ist das Löschen eines Profils so ohne weiteres nicht möglich.
Ganz passend zum Thema, habe ich ein lustiges Video gefunden.

„I’m getting bored of facebook!“, ist der Titel des Youtube Videos. Die Melodie ist bekannt durch Billy Joels Song „We didn’t start the fire“ – Die Botschaft ist klar: Wir haben keine Lust mehr auf die unzähligen sinnfreien Applikationen, wollen keine Einladungen mehr und schon gar nicht unseren Status updaten.

viel Spass