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Alternative zu Google Analytics? … PIWIK?

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Genau wie die sinnlosen, unausrottbaren und meist nur von unsachlichen Fanatikern hart geführten Diskussionen um Linux vs. Microsoft oder Apple vs. PC, nehme ich seit einiger Zeit eine ebensolche Diskussion um Google wahr.

piwik webseiten analyse Es ist wohl so, dass erfolgreiche Dinge jeglicher Couleur von einer bestimmten Art von Mensch als falsch, schwachsinnig oder vollkommen überflüssig verdammt werden, ohne das auch nur ein kleiner Hauch sachlicher Kritik zu erkennen ist. Und meist können diese Menschen nur sehr unbeholfen bis gar nicht einer sachlichen Auseinandersetzung folgen und weichen auf dümmliche Argumente, wie z.B. “ich mache Linux schon, da warst Du noch in Windeln” oder einfach ”Du hast keine Ahnung” aus.

Genau in einer solchen virtuellen Auseinandersetzung habe ich zum ersten mal von “PIWIK” gelesen. Der Grundtenor innerhalb dieses Threads war :”Google Analytics taugt nichts, man muss sich PIWIK installieren um eine Webseite zu analysieren” – okay, obwohl ich ohne PIWIK zu kennen, ein süffisantes Lächeln nicht unterdrücken konnte, war meine Neugier geweckt.

Unter http://piwik.org/ kann man sich das komplette Paket downloaden. Die Installation gestaltet sich klassisch und stellt keine besonderen Anforderungen. Nachdem ich die Software auf dem Server installiert hatte und sehr neugierig das Backend betrachten wollte, bin ich angenehm überrascht worden, denn jenes begrüßte mich in deutscher Sprache.

Ich möchte an dieser Stelle nicht in die Tiefe gehen und PIWIK von vorne bis hinten analysieren. Was aus meiner Sicht auf den ersten Blick jedoch klar ist: PIWIK kann (und will vielleicht auch gar nicht) Google Analytics das Wasser reichen. PIWIK ist ein hervorragendes Open Source Tracking-Projekt welches es gestattet, die wichtigsten Parameter zu erfassen und übersichtlich anzuzeigen. Ein Vorteil gegenüber Google Analytics ist die Echtzeit in der die Daten in aufbereiteter Form zur Verfügung gestellt werden. Bei Analytics kann das schon mal mehr als 24 Stunden dauern bis alle Daten angezeigt werden. Im eCommerce-Tracking von Google hatte ich schon mal ein Delay von beinahe 3 Tagen, wahrscheinlich eine Ausnahme – aber immerhin. PIWIK ist auf jeden Fall eine vollwertige Alternative mit allen Funktionen für den “Hausgebrauch”.

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piwik tracking screenshot

Es ist sogar möglich sogenannte goals einzurichten.  Goals sind vergleichbar mit dem Google Conversion Tracking. Das System ist auf Plugins aufgebaut. Eine sehr wichtige und richtige Entscheidung, wie ich finde. Änderungen und Erweiterungen lassen sich also ohne Code-Orgien über die Plugin-Schnittstelle realisieren. WordPress-Benutzer werden sich schnell zurecht finden. Es ähnelt dem WordPress Plugin Manager in Optik und Funktion.

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piwik tracking


Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass mit PIWIK natürlich eine Vielzahl von Webseiten getrackt werden können. Genau wie beim Analytics-Tracking, muss ein Stück Tracking-Code auf der zu analysierenden Webseite eingebaut werden.

Ich werde PIWIK weiterhin für einige Projekte verwenden. Wenn dieses Software weiterentwickelt wird, denke ich, dass es ein äußerst erfolgreiches wird. PIWIK ist auch interessant für Menschen, die durchaus berechtigte Bedenken haben Google Daten zu überlassen. Denn die erfassten Daten werden auf dem eigenen Server gespeichert. Aber eines trägt man auch selbst. Die aufkommende Datenmenge ist nicht zu unterschätzen. Nach nur 3 Tagen und drei getrackten Webseiten mit  überschaubarem Traffic, ist die Datenmenge auf 20 MB angewachsen. Bemerkenswert was Google-Analytics stemmt. Immerhin kommen da ungleich mehr Parameter zusammen und die Daten kann der User auf Jahre vergleichen. Meinen Respekt und Dank an dieser Stelle an Google ;)

So, danke den Lesern die bis hier durchgehalten haben. In Kürze werde ich an dieser Stelle noch zwei geniale Tools vorstellen die direkt mit PIWIK zusammen arbeiten und mir das bieten was ich mir schon länger gewünscht hatte.

Also bis später in diesem Funkhaus.

Professionelle Shopsoftware vs. kostenlose Shoplösungen mit Modulen

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Gut, es ist keine brandneue Nachricht. Aber dennoch wollen wir der OXID e Shop Community Edition zumindest einen kurzen Beitrag widmen. Die OXID eSales AG ist bekannt als Hersteller einer soliden Shop-Software, welche zu einem durchaus moderaten Preis erhältlich ist. Es gibt verschiedene Versionen, die sich, wodurch auch sonst, durch ihren Funktionsumfang unterscheiden. Jeder der mit ernsthaften Absichten einen Shop betreibt weiß was es bedeutet, endlose Stunden damit zu verbringen, Module nachträglich einzubauen. Und wenn sie dann eingebaut sind, funktionieren sie nicht, oder erzeugen ungeahnte Probleme an ganz anderen Stellen im Shop. Die Gutscheine funktionieren plötzlich nicht mehr oder die Mehrwertsteuer wird auf einmal falsch berechnet. Das sind nur einige wenige der vielen Beispiele an Fehlern und Problemen die mir selbst schon so oft untergekommen sind. Mein Hauptproblem ist einfach, dass z.B. bei XTCommerce, der von mir bisher eingesetzten Shop Software, die vielen Module von hunderten Programmierern, oder Script-Kiddie´s hergestellt werden. Nach einiger Zeit hat man in seinen Shop etliche Module und Modifikationen eingebaut und jedesmal fummelt man in der Seele des Systems und hofft dass es irgendwie funktioniert.

In der “ Community“ wird es oft als selbstverständlich erachtet, dass man ein guter php-Programmierer ist und sich mal schnell selber dies und das an seinem ecommerce Shop System programmiert oder den Fehler beseitigt.

In meinen Augen ist das der falsche Ansatz. Jeder halbwegs kaufmännisch orientierte Mensch sollte hier nach ganz kurzer Zeit die Notbremse ziehen. Mit jeder Stunde, die ein Shopbetreiber mit dem Programmieren oder der Fehlersuche an gekauften Modulen verbringt, handelt er immer mehr grob fahrlässig und hat ganz klar das Ziel aus den Augen verloren.

Mein Entschluss steht fest. Es wird den Tag geben, da schmeiße ich mein XT-Commerce raus und investiere in eine solide un umfangreiche Software.

Wenn ich die Stunden zusammenrechne, die ich in Fehlersuche, Programmierversuche, Scriptanpassungen, Moduleinbau, Foren lesen etc, investiert habe und diese Anzahl der Stunden mit einem lächerlichen Stundensatz von 5€ fiktiv verrechne, könnte ich mir SOFORT für dieses Geld eine große Shoplösung kaufen.

Wie bekomme ich jetzt wieder den Bogen? Ich versuch´s mal.
Ich will nicht programmieren und auch nicht programmieren lernen! Ich will mich um das Geschäft kümmern und verkaufen.

Ich habe schon immer mal einen der „grossen“ Shops ausgiebig testen wollen. Der OXID Shop war eigentlich schon länger einer meiner Favoriten.

Seit einigen Monaten bietet diese Firma eine sogenannte community edition ihrer Lösung kostenlos an. Selbstverständlich fehlen viele Funktionen. Aber man kann sich ein ausgiebiges Bild machen. Diese Shopsoftware wird kostenlos zum Download angeboten. Man merkt schon während der Installation womit man es zu tun hat. Ich gehe nicht weiter ins Detail, aber auch das Backend hat mir ein Lächeln in mein, durch die endlosen „Programmiernächte“, faltiges Gesicht gezaubert. Auch Lobeshymnen erspare ich euch. Mein Anliegen war es, euch vielleicht mal dazu zu ermutigen, zu akzeptieren das man eben kein Programmierer ist und es keine Schande ist, keine einzige Code-Zeile zu verstehen. Wenn ihr euer Geschäft versteht und eure wertvolle Zeit mit rechnen, einkaufen und Versand verbringen wollt,  ist das dass wichtigste!

Ein kleines Beispiel: ein guter Handwerker bastelt sich auch nicht seine eigene Bohrmaschine zusammen, sondern kauft sich etwas Solides und kümmert sich um seine Löcher, nicht um den Zusammenhalt seiner mit Kabelbindern verschraubten Bohrmaschine.

Gehabt euch Wohl!

P.S. : Das hätte ich jetzt fast vergessen. Der Download-Link.

Download OXID eShop Community Edition:
http://www.oxid-esales.com/de/download/open-source-software-oxid-eshop-community-edition

Das Alter und der Verlusst der Zielgruppenzugehörigkeit

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Die Jahre hasten in einer Eile an mir vorbei die einen schwindelig werden lässt.

An meinem 30. Geburtstag sind alle Albträume wahr geworden. Augenscheinlich ist es wohl auch mir nicht gelungen, ein wirksames Mittel gegen die Vergänglichkeit zu finden. Nicht nur gegen die Vergänglichkeit, nein, auch nicht gegen den über einige Jahrzehnte dauernden Verfall. Die Haut wirkt älter, die Haare werden weniger, Haare beginnen aus Nase und Ohren zu sprießen und irgendwann beginnt man nach Eukalyptus oder Mottenkugeln zu riechen.

Schon vor einiger Zeit kündigte sich dieses schreckliche Ereignis durch die brutale Ehrlichkeit meiner Mitmenschen an. Ich wurde von einem Mädchen auf offener Strasse nach der Uhrzeit gefragt. Schon nach dem ersten Halbsatz dieses Mitmenschen verkrampfte sich mein Gehirn, um eben diesen Satz zu verarbeiten. Sie sagte: „Können SIE mir bitte sagen wie spät es ist!” Zuerst wollte ich dem bösartigen Mädchen sagen, dass es nicht nötig ist, mich mit dem vorangestellten „SIE“ als alten Sack zu einzustufen.

Aber nein, belehren wollte ich das Mädchen nicht. Das würde mich noch älter machen. Nur alte Menschen belehren und berichtigen andere Mitmenschen. Ein anderer Plan, ein von Rache getriebener, sollte mein gekränktes Gemüt wieder erhellen.

Ich antwortete ihr und nannte eine Uhrzeit, allerdings eine falsche, sie hatte es schließlich so verdient.

Als sie dann wieder ihres Weges ging, konnte ich nichts gegen das Gewinnerlächeln auf meinem Gesicht unternehmen, ich wollte es auch nicht. In meinem durchtriebenen Gehirn entspann sich nun die Geschichte, die sie sicher erleben würde. Ich stellte mir vor, sie käme aufgrund meiner falsch genannten Uhrzeit viel zu spät nach Hause. Ihre Eltern spielten verrückt und bestraften sie mit Stubenarrest oder unangenehmen Hausarbeiten. Sie würde leiden. Sie hatte ja selbst Schuld, dieses kleine Miststück.

Als ich dann selbst zuhause angekommen war, stellte ich den Fernseher an. Was musste ich sehen? Pausenlos steckten kleine dumme Mädchen ihr Hinterteil und andere Körperteile in die Kamera, irgendein Kasper jodelte was von Gangster, Stolz und anderen schwerverständlichen Themen in das Mikrophon. Heute ist es möglich, dass Jugendliche, die kaum einen Satz richtig sprechen können und dabei fast nur Unsinn plappern, berühmt werden und von anderen Jugendlichen zu Vorbildern und Helden stilisiert werden. Ich schaltete um auf einen anderen Musiksender. Dort saß ein 17 Jähriges kleines buntes Mädchen neben Lemmy Kilmister, Sänger, Bassist und Gründer von Motörhead. Ich fragte mich, ob es seine Enkelin ist. Nahezu erschüttert musste ich feststellen, dass sie eine Moderatorin ist. Immerhin versuchte sie sich in einem bedeutungsvollen Gesichtsausdruck. Sie stellte ihm Fragen, die dümmlicher und naiver nicht hätten sein können. In Lemmys Gesicht manifestierte sich, zumindest in meiner Wahrnehmung, nichts weiter als „Ich verstehe nicht was sie wissen will, wie erzähle ich es dem Kinde nur?“.

Menschen meiner Generation sind gestraft mit einer soliden Schulausbildung. Wir haben es schwer in dieser Welt. In einer Welt in der halbwegs richtig gesprochene Sätze von Spießertum zeugen. Fragt doch mal einen 20 Jahre alten Menschen, wann die Deutsche Wiedervereinigung stattgefunden hat. Und wie der Name des damalig regierenden Bundeskanzlers lautet. Ihr werdet es nicht fassen können, welche Antworten ihr bekommt.

Wie ein alter Opa verstehe ich jetzt schon die Welt nicht mehr. Dennoch werde ich mich nicht wundern, wenn Dieter Bohlen irgendwann Bundeskanzler wird und irgendeiner dieser Gangsta-Affen Bildungsminister.


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